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Masterarbeit – M.Eng. Johannes Dantele

Stabilität und Transparenz in der Planung und Abwicklung von Infrastruktur-Projekt-Portfolien

Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor für den Wohlstand einer Gesellschaft. In der Bundesrepublik Deutschland ist ein enges Netz an Verkehrswegen vorhanden. So können die Mobilität der Menschen und der Gütertransport gewährleistet werden. Dabei ist stets geregelt, wer für die Funktionsfähigkeit verantwortlich ist. Infrastrukturbetreiber haben hierfür eine Vielzahl von Projekten abzuwickeln. Diese Organisationen, welche die Infrastruktur bereitstellen, haben dabei stets mehrere Projekte unterschiedlicher Typen gleichzeitig in Bearbeitung.

Die Gesamtplanung aller künftigen, kombiniert mit der Steuerung der bereits aktiven Projekte, bildet das Multiprojektmanagement. Dabei sollten diese möglichst stabil, also planmäßig umgesetzt werden. Das wesentliche Ziel des Projektportfoliomanagements ist es, die richtigen Projekte zur richtigen Zeit zu erkennen und zu initiieren. Zudem sollen die aktiven Projekte überwacht und zur Sicherstellung der zielorientierten und rationellen Umsetzung gesteuert werden. Stabilität in der Planung und Ausführung eines Projektportfolios bedeutet ein geringes Maß an Abweichung der Plan-Ist-Werte in allen Bereichen. Stabilität kann also erst dann gemessen werden, wenn Plan-Werte existieren. In der Planung muss also bestimmt werden, welchen Stand das Projektportfolio bzw. das einzelne Projekt zu einem Zeitpunkt haben soll.

Bei einzelnen Projekten kann es  durch unvorhergesehene Ereignisse zu Planabweichungen kommen. Doch genau dann ist das Portfoliomanagement gefordert, um eine Gefährdung des übergeordneten Ziels zu verhindern. Ein nötiges Maß an Transparenz liefert dabei den benötigten Handlungsspielraum. Portfoliostabilität ist somit nicht nur die Summe von stabilen Einzelprojekten. Vielmehr sind Änderungen in der Projektlandschaft gesamthaft auszugleichen, um die Erreichung einer übergeordneten Zielsetzung sicherzustellen. Stabilität bedeutet also die sichere Zielerreichung in einem dynamischen Umfeld.

Idealerweise kann ein Projektportfolio insgesamt stabil hinsichtlich der Gesamtvorgaben gehalten werden, indem sich Effekte einzelner Projekte gegenseitig aufheben. Basis hierzu ist ein stets aktueller Informationsstand. Das sich „Gegenseitig Aufheben“ der Effekte ist sicherlich der Idealzustand. Ändern sich mehrere Projekte hingegen in dieselbe Richtung, sind die Portfolioziele in Gefahr. Dann ist das Projektportfoliomanagement aktiv gefordert.

Ein Portfoliomanager hat dafür zu sorgen, genau so viel Transparenz innerhalb seines Überwachungsspektrums zu haben, um bei Komplikationen rechtzeitig reagieren zu können. Die ledigliche Betrachtung vorhandener Ist-Werte ist hier nicht ausreichend. Trends können so nur unzureichend erkannt werden. Daher werden zusätzlich Prognose bzw. Vorschauwerte benötigt. Hier ist der Portfoliomanager auf den Wissensstand des Projektleiters angewiesen. Dabei gilt es festzulegen, wann und wie der Informationsfluss stattfinden muss.

Steuerungsmöglichkeiten hat der Portfoliomanager, indem er Wahrscheinlichkeiten nutzt und diese von vornherein in der Planung berücksichtigt. Zudem benötigt er auch immer Projekte eines besonderen Typs. Nämlich solche, die er ohne große Auswirkungen stoppen oder in eine nächste Periode verschieben kann.

Programme können helfen, gleichartige Projekte effizient abzuwickeln. Durch die Bildung von Spezialteams und der Anwendung von Erfahrungen aus abgeschlossenen Vorhaben ist die Transparenz in den Programmen besonders hoch. Die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten machen besonders hier Sinn. Die Maßnahmenplanung kann dementsprechend die voraussichtlich eintretenden Sachverhalte berücksichtigen.

Stabilität und Transparenz in der Planung und Abwicklung von Infrastruktur-Projekt-Portfolien ist ein entscheidender Faktor für die Sicherstellung künftiger Mobilität. Transparenz in das mögliche Maß an Stabilität zu bringen kann hier entscheidend positiv beitragen.

07/2017

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