Die 380-kV-Höchstspannungsleitung verbindet die Umspannanlagen Niederrhein in Wesel, Moers (Utfort) und Osterath bei Düsseldorf (EnLAG-Vorhaben Nr.14). Der Bau der gut 53 km langen Trasse ist als Neubau im Bereich des bisherigen Trassenraumes vorgesehen. Technisch besonders anspruchsvoll ist die Rheinquerung, die Ende 2025 als Erdkabelpilotstrecke in das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) aufgenommen wurde. Dieser zentrale Teilabschnitt wird sowohl in offener Bauweise als auch in zwei Volltunnelabschnitten realisiert. Start und Endpunkt bilden sogenannte Kabelübergangsstationen, an denen die Höchstspannungskabel von der Freileitung ins Erdkabel wechseln.
Das Projekt erhöht die Übertragungskapazität im nördlichen Rheinland und trägt zur regionalen und internationalen Stärkung des Hochspannungsnetzes bei. Es ist Teil des Netzausbauvorhabens, das Verbindungen in Richtung Niedersachsen, Koblenz sowie in die Niederlande schafft. Das Energieleitungsausbaugesetz EnLAG bestätigt für dieses Vorhaben die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und den vordringlichen Bedarf.
HÖCKER begleitet das interdisziplinäre Team des Übertragungsnetzbetreibers Amprion seit Anfang 2018 in allen Projektphasen.